Review: Formula Sim Rigs - FXU Black

  • In diesem heutigen Review möchten wir dem aktuell wachsendem Interesse an Formel-Rigs nachkommen.

    So haben wir das FXU von Formula Sim Rigs gekauft und möchten hier unsere Erfahrungen mit euch teilen. Das Rig ist in grau und schwarz erhältlich und außerdem mit einigen Optionen ausstattbar.


    Fangen wir einmal mit den möglichen Konfigurationen an und welche ausgewählt wurde:

    • Profilfinish: Schwarz pulverbeschichtet
    • Farbe der Winkel: Grau, Schwarz, Rot oder Blau
    • Füße/Rollen
    • Sitz: Schwarz standard oder ein Sitz von LinX
    • Base-Aufnahme: Universelle Aufnahme, Fanatec DD Side mounts, Ultimate Wheel mount für Fanatec oder Simucube
    • Sitzgröße: Standard (nicht empfehlenswert für Hosengrößen über 31) oder XL
    • Kopfstütze

    Wir haben uns für eine komplett schwarze Variante mit den höhenverstellbaren Füßen sowie dem LinX-Sitz inklusive dem Ultimate Wheel mount für das Simucube 2 Pro entschieden. Als Sitzgröße wurde XL gewählt inklusive der Kopfstütze.

    Der Sitz wurde zusätzlich mit der optionalen Polsterung (inklusive roten Nähten) gewählt. Ob die Polsterung als auch die Kopfstütze wirklich notwendig ist, erklären wir später in diesem Review. Preislich ist das Rig definitiv am oberen Ende angesiedelt was auch unser Warenkorb sehr gut zeigt. Die optionale LineX-Ausstattung vom Sitz sorgt dafür, dass er noch einmal stabiler ist. Was LineX ist wird in diesem Video gut veranschaulicht.


    Zusätzlich zu den gezeigten Komponenten haben wir im Anschluss noch eine Halterung für einen vierten Monitor gekauft, welcher hier noch nicht berücksichtigt wurde.



    Die Lieferung aus den Niederlanden war mit 3-4 Werktagen sehr flott und problemlos. Mit über 100kg Gewicht hat sich der Lieferant vermutlich auch sehr gefreut. Glücklicherweise war aber nichts beschädigt und im sehr guten Zustand.

    Dies wird auch daran liegen, dass die einzelnen Profile sehr gut verpackt waren und mehrfach in entsprechender Luftpolsterfolie eingerollt waren.


    Bezüglich der Oberfläche noch ein kurzer Hinweis:

    Während die meisten anderen Anbieter die Profile nur eloxieren sind die Profile bei diesem Rig pulverbeschichtet worden. Das sorgt für ein etwas anderes Finish und außerdem für eine bessere Haptik. Zusätzlich ist die Oberfläche nicht so anfällig für Kratzer wie bei eloxierten Profilen.

    Insgesamt fühlt sich die Oberfläche der Profile etwas rauer und robuster an als die eloxierten Profile, was sich aber natürlich auch im Preis widerspiegelt. Anbei noch ein Vergleich der Oberflächen, welcher die optischen Unterschiede gut darstellt:



    Der Aufbau

    Wer bereits ein Aluminium-Rig aufgebaut hat, sollte keinerlei Probleme mit dem Aufbau des FXU haben. Das Prinzip ist identisch und lediglich der Formel-Style des Rigs sorgte manchmal dafür, dass man etwas nachdenken musste.

    Insgesamt war es aber intuitiv und bescherte mit weniger graue Haare als gedacht. Die mitgeschickte PDF-Anleitung war dabei auch hilfreich und wir sind nur in einem Punkt von der Grundidee des Herstellers abgewichen. So haben wir den freistehenden Triple-Screen-Halter direkt seitlich an das Rig verschraubt. Dadurch wirkt das Rig unserer Meinung nach noch cleaner und insgesamt störte mich bei der freistehenden Variante die Möglichkeit, dass die Bildschirme (minimal) verschoben werden können wenn man den Triple Stand berührt.


    Zeitlich nahm der Aufbau inklusive Kabelmanagement und ausprobieren der richtigen Sitz-/Lenkrad/Pedal-Bildschirmposition ungefähr 10-12 Stunden in Anspruch. Alles in allem war der Aufbau einfach, nur eine fehlende Gewindebohrung in dem Ultimate Mount sorgte für eine Unterbrechung. Nachdem wir das Gewinde aber manuell geschnitten hatten, war auch der Mount problemlos montierbar.


    Noch ein kleiner Tipp an dieser Stelle, wer eine passende Tastatur-/Notebookhalterung für das Rig sucht, kann sich dieses Produkt einmal anschauen: https://www.amazon.de/gp/product/B01K9EFSV2/ (Affiliate-Link)

    Wir nutzen diese in der Regel für die Ablage der Tastatur und dank des Aufbaus kann man diese bei Bedarf einfach an die Seite schieben. Verschraubt werden kann die Halterung ebenfalls an eines der großen vertikalen Profile.


    Außerdem haben wir die Stromversorgung vom Rig mit dieser 19" Steckdosenleiste gelöst: https://www.amazon.de/gp/product/B00293EFA2/ (Affiliate-Link)

    Diese wurde an dem Grundprofil auf der rechten Seite verschraubt und erlaubt es so, die Kabel unterhalb des Rig zu befestigen. Zusätzlich ist mit dem nach oben gerichteten Schalter das Rig schnell und einfach ein- bzw. ausgeschaltet. Zusätzlich wurde für das Kabelmanagement ein Großteil der vertikalen Profile genutzt, um dort Kabel durchzuführen welche nach unten zur Steckdosenleiste verlaufen oder zum USB-Hub welcher auf der linken Seite montiert ist. Dieser versorgt alle Komponenten mit Strom- sowie den entsprechenden Daten via USB. Im Endeffekt kann hier auch jedes Modell genutzt werden. Man sollte nur auf eine eigene Stromversorgung achten. Wir haben uns für diese Modell entschieden (https://www.amazon.de/gp/product/B08HVJ4JZM/ (Affiliate-Link)) da dieser besonders viele Anschlüsse bietet und diese bei Bedarf via Knopfdruck deaktivierbar sind. Bislang haben wir auch keinerlei Probleme mit der hohen Anzahl der USB-Geräte gehabt.


    In unserem speziellen Fall wurden alle Kabel die Richtung PC gehen vorne rechts vom Rig in einem großen Kabelschlauch weggeführt und finden dort über den Schreibtisch und entsprechenden Kabelkanälen seinen Weg zum PC welcher auf dem Schreibtisch steht.

    Zusammen mit der verbauten Steckdosenleiste ist so der Wechsel zwischen Schreibtisch und Rig sehr schnell und einfach möglich. Dank der Software DisplayFusion wird so auch schnell zwischen den insgesamt vier Bildschirmen am Rig oder den zwei Bildschirmen am Schreibtisch umgeschaltet.


    Erstes Probesitzen und Praxiseindrücke

    Kommen wir zu einem der interessantesten Punkte, dem ersten Eindruck beim Probesitzen.

    Wir haben zu Beginn den Sitz ohne die Kopfstütze sowie optionale Polsterung genutzt und können sagen, selbst ohne diese beiden Komponenten ist die Sitzposition zusammen mit den relativ hohen Pedalen extrem bequem. Auch längere Fahrten waren sehr gut machbar und brachten keinerlei Schmerzen oder Ermüdungserscheinungen. Die Sitzposition fühlt sich zusammen mit dem relativ hohen Lenkrad und den Monitoren direkt über der Base sehr gut und intuitiv an. Speziell in Open-Wheelern oder LMP-Fahrzeugen merkt man sehr schnell, dass die Sitzposition sehr gut zu diesen Fahrzeugklassen passt, aber auch Fahrten in GT3/GTE-Fahrzeugen fühlen sich gut an.

    Wer das Gesamtpaket etwas günstiger gestalten möchte, kann die Kopfstütze sowie die Polsterung abwählen. Wir haben uns bewusst für beide Komponenten entschieden, da wir das optische Gesamtbild so etwas stimmiger finden. Nach wenigen Wochen haben wir die Kopfstütze sowie die Polsterung verbaut und können euch so einen guten Eindruck zum Unterschied geben. Die Polsterung macht den Sitz noch einen Tick bequemer, aber auch ohne diese ist der Sitz definitiv sehr bequem. Das haben auch verschiedene Personen bestätigt die in der Zwischenzeit das Rig genutzt haben. Die Kopfstütze ist neben der Optik zu vernachlässigen, da man fast nie den Kopf so weit hinten hat, dass man diese berührt. Und auch die Montage mit zwei Schrauben erwecken keinen extrem stabilen Eindruck. Von daher würden wir empfehlen auf diese zu verzichten, außer man möchte die Optik haben (wie in unserem Fall).



    Besonders schön ist die Lösung um den Sitz nach vorne oder hinten zu verschieben. So kann man ihn komplett nach hinten schieben um bequemer auszusteigen. Für die Fahrposition zieht man sich dann einfach nach vorne und mittels der seitlichen Schnellverschlüsse ist der Sitz sehr schnell fixiert und auch bei großen Kräften sehr stabil. Wir haben bei uns die Heusinkveld Ultimate genutzt und auch bei sehr kräftigen Bremsmanövern ist der Sitz immer in der gewünschten Position geblieben. Das Lenkrad haben wir in Anlehnung an Open-Wheeler und LMP-Fahrzeugen sehr hoch montiert und dementsprechend die Monitore sehr knapp über dem Simucube montiert. Man muss nur bedenken, dass man einmalig pro Fahrzeug die Sitzposition in der Simulation auf seine Wünsche anpassen muss, da man sonst oft viel zu hoch und nicht passend zur Sitzposition sitzt.


    Praktisch in unserem Fall ist die Pedalverstellung. So können auch unterschiedlich große Fahrer die Pedale sehr schnell an die eigene Körpergröße anpassen.



    Neben uns haben auch verschiedene Familienmitglieder und Gäste mit der Zeit Platz im Sitz genommen.

    Der ein oder andere war anfangs skeptisch bezüglich der Bequemlichkeit und des Komforts der Sitzposition. Aber jeder hat nach sehr kurzer Zeit bestätigt, dass die Sitzposition sehr bequem ist und man sich auch längere Fahrten in dem Sitz vorstellen könnte. Insgesamt hat der Sitz den großen Vorteil, dass er die Last sehr gut verteilt und somit der Körper insgesamt entlastet wird.



    Kommen wir nun also zu unserem Fazit zu dem Rig sowie dem Triple Stand von Formula Sim Rigs:
    Das Rig ist definitiv in der Oberklasse aller non-Motion-Rigs anzusiedeln und bringt eine sehr gute Qualität mit schönen Detaillösungen wie der einfachen Sitzverstellung und der inzwischen populären F1-/Open-Wheeler-SItzposition mit. Der Preis von unserer Ausstattung war ziemlich knackig und wird Neulinge im SimRacing sicherlich abschrecken. Wer sich aber sicher ist noch viel Zeit mit dem Hobby zu verbringen und keine Lust auf Kompromisse hat, ist mit dem FXU von Formula Sim Rigs definitiv gut aufgehoben. Und wie angesprochen kann man ohne große Einbußen auch (vorerst) auf die Kopfstütze und Polsterung verzichten.


    Die Oberflächenbehandlung der Profile ist unerreicht und sehr robust. Insgesamt eine beeindruckende Leistung vom Hersteller, welcher erst im letzten Jahr gestartet ist.

    Auch das Drumherum wie die Sorgfältigkeit der Verpackung und dem guten und schnellen Support hinterlassen einen sehr guten Eindruck.


    Ihr habt spezifische Fragen zu dem Rig? Dann stellt sie gerne hier oder in unserem Discord.

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